Seit über 100 Jahren schweißen wir Schienen zusammen. Nach dem tödlichen Unfall in Spanien, steht das bewährte System auf dem Prüfstand. Eine nüchterne Analyse von mir.

Vorab: Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Blogposts, wissen wir nicht was den Unfall in Spanien mit 45 Toten ausgelöst hat. Was wir wissen: Ein Schienenbruch könnte der Auslöser für das verheerende Unglück gewesen sein.
Das THERMIT®-Schweißverfahren
Das sogenannte Thermitverfahren wurde 1895 von Hans Goldschmidt zum Patent angemeldet. Bis heute wird das Schweißverfahren als bewährtes Mittel in der Instandhaltung und beim Neubau verwendet. Bei der Thermitreaktion entsteht eine enorme Hitze, die das Metall zum schmelzen bringt und eine Verbindung zwischen beiden Schienen herstellt. Es wird vor allem dort angewandt, wo große Maschinen nicht zum Einsatz kommen.
Das sogenannte Thermitverfahren wurde 1895 von Hand Goldschmidt zum Patent angemeldet.
Wie sicher ist das Verfahren?
Das THERMIT®-Schweißverfahren darf nur von ausgebildeten Fachkräften angewandt werden. Die Ausbildung ist anspruchsvoll und erfordert hohe Konzentration und Präzision. Es gilt seit über 130 Jahre als eine sehr sichere Methode für die lückenlose Herstellung eines Gleises. Voraussetzung ist eine saubere Arbeitsstelle und gewisse Temperaturen im Gleis. Diese können durch sogenannte Wärmeröhren künstlich eingebracht werden.
Wann brechen THERMIT®-Schweißungen?
THERMIT®-Schweißungen müssen in einer sauberen Umgebung hergestellt werden. Zu viel Zunder auf der Verbindung führt zu einer spröden Schweißnaht. Außerdem wird die Schienentemperatur im Vorfeld ermittelt und die benötigte Wärme in die Schiene eingebracht. Wird das nicht sauber und konsequent umgesetzt, kann menschliches Versagen zu Schienenbrüchen führen. Das kommt in Deutschland äußerst selten vor, da die Ausbildung zum Schweißüberwacher (SÜ) hart ist.
Fazit: Die THERMIT®-Schweißung ist sicher. Egal worüber sich Medien gerade den Mund fusselig reden.